Warum Calcium für den Körper entscheidend ist

Calcium trägt zu gesunden Knochen bei: Von klein auf bekommen wir das von unseren Eltern vermittelt. Doch was genau bewirkt Calcium eigentlich im Körper? Und in welchen Lebensmitteln ist es enthalten? Die Antworten auf diese Fragen und was es sonst noch über Calcium zu wissen gibt, lesen Sie in diesem Beitrag.

Mädchen trinkt Milch, da diese Calcium enthält

Calcium trägt zum Aufbau gesunder Knochen bei – von Kindesbeinen an.

Calcium – was ist das?

Bei Calcium handelt es sich um einen Mineralstoff, den der Mensch nicht selbst bilden kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss. Der tägliche Bedarf verändert sich dabei mit den Jahren: Von Geburt an nimmt die täglich benötigte Menge Calcium stetig zu, bis sie im Alter von 13 bis 19 Jahren ihren Höhepunkt erreicht. Aufgrund des verstärkten Wachstums benötigen die Jugendlichen in dieser Phase 1.200 Milligramm Calcium am Tag. Danach nimmt der Bedarf wieder etwas ab: Bei Erwachsenen beträgt die empfohlene Tageszufuhr 1.000 Milligramm.1

Im Körper erfüllt Calcium mehrere Aufgaben:

  • Festigung von Knochen und Zähnen
  • Weiterleitung von Signalen im Nervensystem
  • Aktivierung der Blutgerinnung
  • Beteiligung an der Kontraktion von Muskeln

Im Blut ist dabei nur eine vergleichsweise geringe Menge an Calcium enthalten – beinahe 100 Prozent des Nährstoffs sind in Knochen und Zähnen eingelagert.2 Benötigt der Körper Nachschub, löst er es aus seinem Speicher – dem Skelettsystem.

Calciumreiche Lebensmittel

Um eine ausreichende Versorgung mit Calcium sicherzustellen, gilt es, täglich entsprechend viel davon mit der Nahrung aufzunehmen. Eine besonders große Menge an Calcium ist in den folgenden Lebensmitteln enthalten:
 
Gemüse als guter Calcium Lieferant

  • Milch
  • Joghurt
  • Käse
  • Spinat
  • Rucola
  • Grünkohl
  • Paranüsse
  • Haselnüsse

Wenn ein Mangel an Calcium entsteht

Ist die Versorgung mit Calcium nicht gewährleistet, kommt es beim Betroffenen zu einem Mangelzustand. Als Ursache dafür kommen vor allem zwei Faktoren infrage; entweder

  • wird über die Nahrung zu wenig davon aufgenommen oder
  • es besteht eine Unterversorgung mit Vitamin D3, was die Aufnahme von Calcium einschränkt.

Das Problem dabei: Registriert der Körper einen Calcium-Mangel, versucht er ihn auszugleichen, indem er den Mineralstoff vermehrt aus den Knochen herauslöst. Zu Anfang ist das meist nicht mit Beschwerden verbunden. Im späteren Verlauf, wenn die Knochen schon viel Calcium verloren haben, kann ein Mangel an Calcium zur Entstehung von Osteoporose (Knochenschwund) beitragen. Auch diese Erkrankung ist zunächst nicht durch Symptome gekennzeichnet – häufig wird sie erst erkannt, wenn es durch die verminderte Stabilität der Knochen zu Brüchen kommt.

Um zu verhindern, dass dies passiert, ist es entscheidend, auf eine calciumreiche Ernährung zu achten. Wer es nicht schafft, seinen Bedarf allein über die Nahrung zu decken, oder unter einem nachgewiesen Calcium- und/oder Vitamin D3-Mangel leidet, kann darüber hinaus auch auf Arzneimittel setzen, welche diese Nährstoffe enthalten. Ihr Hausarzt berät Sie, welches Mittel in Ihrem individuellen Fall am besten für Sie geeignet ist.

1 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Calcium – Empfohlene Zufuhr. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/calcium/ (14.02.2018).
2 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Calcium. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/calcium/ (16.02.2018).
3 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Nationale Verzehrsstudie II – Ergebnisbericht Teil 2. URL: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/NVS_ErgebnisberichtTeil2.pdf?__blob=publicationFile (26.02.2018).